Klinikum Wilhelmshaven

Das Klinikum an der Nordsee

Zertifiziertes Perinatalzentrum Level II

Das Perinatalzentrum Level 2 des Klinikums Wilhelmshaven versorgt kontinuierlich Schwangere mit erwarteter Frühgeburt ab der 29. Schwangerschaftswoche oder einem geschätztem Geburtsgewicht des Kindes ab 1250 g. Strukturierte Behandlungsabläufe bei einer hohen Spezialisierung auf Frühgeburten, insbesondere an der Schnittstelle zwischen der Geburtshilfe und Intensivmedizin, sind Bestandteil des Zentrums.

Auch wenn ein Baby zu früh auf die Welt kommt oder aus anderen Gründen kinderärztlich betreut werden muss, bleiben die Eltern und ihr Neugeborenes im Klinikum Wilhelmshaven unter einem Dach vereint und werden medizinisch nach höchsten Qualitätsstandards versorgt. Der Entbindungsbereich, der OP und die Intensivstation für Frühgeborene (neonatologische Intensivstation) befinden sich im gleichen Haus.

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin stellen gemeinsam ein hohes Niveau der Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen sicher. Im Zusammenspiel von Geburtshilfe und Neonatologie gelten höchste Qualitätsstandards. Die Experten-Teams bestehen aus erfahrenen Kinderärzten, Geburtshelfern, Hebammen, Pflegefachkräften, Anästhesisten und Intensiv-Pflegekräften.

Vor der Geburt

Bereits vor der Geburt hat die Behandlung im Klinikum Wilhelmshaven Vorteile: Schwangerschaften mit schwangerschaftsassoziierten Erkrankungen werden behandelt. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Bluthochdruck
  • Lebererkrankungen
  • Diabetische insulinpflichtige Stoffwechselstörungen
  • Schwere Mutterkuchenfunktionsstörungen mit daraus resultierender ausgeprägter Wachstumsverzögerung des Ungeborenen

Nach der Geburt

Eltern und Kinder sollen gerade auch nach Frühgeburten oder nach einem schwierigen Start ins Leben früh eine enge Bindung entwickeln können. Das ist wichtig für die Entwicklung des Kindes. Schließlich gehen mit einer frühen Geburt oft gesundheitliche Komplikationen einher, die noch im höheren Lebensalter Auswirkungen haben können.

Um diesen Spätfolgen entgegenzuwirken, arbeitet das Perinatalzentrum Level 2 nach einem „Entwicklungsfördernden Individuellen Betreuungskonzept für Früh- und Neugeborene". Auch wenn ein Kind zu früh geboren wird oder aus anderen Gründen kinderärztlich betreut werden muss, bleibt die Familie unter einem Dach vereint. Ein speziell geschultes Team nimmt auf der Basis standardisierter Beobachtungen die Bedürfnisse jedes Kindes wahr und entwickelt ein individuelles Pflege- und Behandlungskonzept: Eltern werden als wichtigste Bezugspersonen eng in die Pflege eingebunden. Der Vorteil: Frühgeborene, die nach dieser Pflegemethode versorgt werden, müssen nachweislich weniger lang beatmet werden und zeigen eine schnellere Hirnreifung als konventionell versorgte Frühgeborene.

Zertifizierung

Das Perinatalzentrum Level 2 des Klinikums Wilhelmshaven ist offiziell von der unabhängigen Zertifizierungsgesellschaft periZert® zertifiziert. Die Zertifizierung von Perinatalzentren unterliegt einer strengen Prüfung durch eine unabhängige Gesellschaft. Wissenschaftliche Fachgesellschaften haben das Zertifizierungssystem entwickelt, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Standards erfüllt sind. Dazu gehört unter anderem eine neonatologische Intensivstation, die im Hause der Geburtshilfe angesiedelt ist.

Der gesamte Behandlungsablauf - von Untersuchungen vor der Geburt (Pränataldiagnostik) über die Begleitung bei der Geburt und die neonatologische Versorgung bis hin zur Nachsorge - wurde begutachtet. Insbesondere im Bereich der Personalausstattung und in der Qualifizierung der Mitarbeiter (permanente Arztpräsenz, Weiterbildungen in der pädiatrischen Intensivpflege, Zahl der Hebammen etc.) wie in allen Kategorien konnten die vorgeschriebenen Standards für Perinatalzentren der zweithöchsten Versorgungsstufe (Level 2) bestätigt werden. Geprüft wird auch, ob die Teams aus Ärzten, Hebammen und Pflegenden jederzeit auf Notfallsituationen eingestellt sind.

Im Bereich der Neugeborenenintensivmedizin wurden die Hygienestandards genau geprüft, da Frühgeborene besonders durch Infektionen gefährdet sind.

Der neonatologische Intensivbereich verfügt über 8 Betten und 4 Beatmungsgeräte. Ein Arzt ist ständig präsent. Das gilt auch für den präpartalen Bereich, den Entbindungsbereich und den OP, in dem Kaiserschnitte durchgeführt werden (Sectio-OP).

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

zur Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

ChefärztinProf. Dr. med. Susanne Grüßner

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

zur Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Komm. ChefarztDr. med. Egbert Meyer